Bad Gastein

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Bad Gastein: Prunk, Wasserfälle und coole Berge

Wenn man Bad Gastein das erste Mal sieht, ist man überrascht: Die Architektur ist das genaue Gegenteil dessen, was man von einem traditionellen österreichischen Bergdorf erwartet. Anstatt uriger Holzhäuser stehen hier riesige, mehrstöckige Prunkbauten, die in einer Großstadt wie Wien oder Salzburg stehen könnten. Dieser auffällige Baustil ist hauptsächlich der Belle Époque (der „schönen Epoche“ um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert) und dem Späthistorismus zuzuschreiben. Das war die goldene Zeit des alpinen Kurtourismus, als der Hochadel, Könige, Industrielle und weltberühmte Künstler aus ganz Europa nach Gastein pilgerten, um die Heilkraft des Thermalwassers zu nutzen. Diese Klientel verlangte nach einem entsprechenden Rahmen. Die Folge: Architekten mussten auf dem extrem schwierigen, steilen und felsigen Terrain spektakuläre, terrassenförmige Gebäude errichten. Diese Bauweise verleiht Bad Gastein den unverwechselbaren Look.

Bad Gastein liegt in den Salzburger Alpen, direkt am Nationalpark Hohe Tauern. Wegen der vielen prachtvollen Bauten aus der Kaiserzeit wirkt der Ort auch so einzigartig und glamourös – kein Wunder, dass man ihm früher den Spitznamen „österreichisches Monte Carlo“ verpasst hat. Das absolute Highlight ist der Gasteiner Wasserfall. Er rauscht mit einer beeindruckenden Wucht über 341 Meter mitten durch den Ort und teilt ihn dabei quasi in zwei Hälften. Man sagt, die feinen Wasserpartikel in der Luft sind so gesund, dass sie die Atemwege richtig freimachen. Wer das hautnah erleben will, spaziert am besten gemütlich über die alte Kaiser-Wilhelm-Promenade.

Bad Gastein mit seinen riesigen, mehrstöckigen Prunkbauten
Bad Gastein mit seinen riesigen, mehrstöckigen Prunkbauten

Die Kaiser-Wilhelm-Promenade in Bad Gastein

Wenn du in Bad Gastein bist, musst du die Kaiser-Wilhelm-Promenade einfach spazieren gehen. Das ist nicht nur irgendein Wanderweg, sondern so eine coole, alte Prachtstraße hoch oben am Hang. Die ist super easy zu laufen, schön asphaltiert, also ideal für einen entspannten Spaziergang. Das Beste daran? Du hast von da oben einen Wahnsinnsblick auf das ganze Tal und vor allem auf diese krassen, alten Luxushotels, die so terrassenförmig in den Berg geklebt sind – echt beeindruckend, wie die das damals gebaut haben. Der Name kommt übrigens von Kaiser Wilhelm I., der hier ständig zur Kur war und den Ort dadurch berühmt gemacht hat. Und das Verrückteste: Da laufen lauter zutrauliche Eichhörnchen rum, die dir echt die Nüsse fast aus der Hand fressen! Man startet am besten im Zentrum und spaziert dann gemütlich in Richtung Kötschachtal, weg vom Trubel. Ist wirklich perfekt, um den ganzen Pomp des Ortes zu sehen und gleichzeitig in die Ruhe der Berge abzutauchen. Total entspannt und ein echtes Highlight.

Bad Gastein Wasserfall – das Wahrzeichen mitten im Zentrum

Der Gasteiner Wasserfall ist nicht wie die meisten Wasserfälle irgendwo versteckt in der Natur. Er donnert mitten durchs Zentrum von Bad Gastein! Die Gasteiner Ache stürzt hier in insgesamt drei gewaltigen Kaskaden über die Felsen nach unten – und das auf einer Höhe von satten 341 Metern. Das ist nicht nur optisch ein Highlight, sondern auch akustisch: Wenn viel Wasser fließt, besonders im Frühling nach der Schneeschmelze, hörst du das Tosen im ganzen Ort. Die berühmteste Ansicht hast du von der steinernen Wasserfallbrücke aus, die die beiden Teile des Ortszentrums verbindet – das ist der Hotspot für Fotos. Schon früher kamen die Kurgäste wegen des Wasserfalls hierher, denn der feine Sprühnebel, der entsteht, macht die Luft drumherum gesundheitsfördernd. Geh den Wasserfallweg! Der führt dich über Treppen und Aussichtspunkte ganz nah an die stürzenden Wassermassen ran. Und wenn du danach einen Kaffee brauchst, check das Kraftwerk Café im ehemaligen Kraftwerk ganz unten am Wasserfall aus – da sitzt du quasi mittendrin und kannst das Naturschauspiel ganz entspannt genießen. –> so geht der Bad Gastein Wasserfallweg

Der Bad Gasteiner Wasserfall
Der Bad Gasteiner Wasserfall

Heißes Wasser und Höhlenluft: Wellness mit Tiefgang

Was Bad Gastein so besonders macht, ist das Heilwasser, das hier aus der Erde kommt. Aus 17 Quellen sprudelt es mit bis zu 46 Grad Celsius hervor – das ist schon eine ordentliche Hitze! Täglich kommen dabei Millionen Liter dieses Thermalwassers raus. Es ist randvoll mit Mineralien und enthält zusätzlich das Edelgas Radon in geringer Menge. Das Thermalwasser ist bekannt dafür, die Abwehrkräfte zu stärken und den Körper wieder in Schwung zu bringen.

Das absolute Zugpferd in Sachen Gesundheit ist aber der Gasteiner Heilstollen in Böckstein. Dort fährt man in einen 2,5 Kilometer langen Bergstollen ein, wo ein ganz spezielles Klima herrscht: feucht, warm und radonhaltig. Diese Kombi wirkt wahre Wunder bei chronischen Schmerzen, Entzündungen, rheumatischen Beschwerden oder Hautproblemen. Der Körper wird stimuliert, sich selbst zu helfen. Und wenn man einfach nur entspannen will: Die Felsentherme in Bad Gastein ist direkt in den Berg gebaut und bietet herrliche Thermalbecken mit einem Wahnsinnsblick auf die Alpen.

Sommer wie Winter: Immer Action im Gasteinertal

Im Winter gehört das Gebiet zum riesigen Skiverbund Ski amadé. Das bedeutet: über 200 Kilometer top präparierte Pisten auf Bergen wie dem Stubnerkogel warten. Für alle, die gerne abseits der Piste unterwegs sind, ist vor allem Sportgastein ein echter Tipp für Freerider. Aber auch Langläufer und Winterwanderer kommen auf den vielen gespurten Loipen und geräumten Wegen voll auf ihre Kosten.

Der Sommer lockt mit über 600 Kilometern Wanderwegen. Hier ist für jeden etwas dabei, vom gemütlichen Promenaden-Spaziergang bis zur anspruchsvollen Bergtour, zum Beispiel auf den Gamskarkogel. Absolut empfehlenswert ist der neue mehrtägige Gastein Trail. Und wer den ultimativen Adrenalinkick und eine Top-Aussicht sucht, sollte unbedingt die Hängebrücke am Stubnerkogel besuchen. Sie ist 140 Meter lang, frei schwebend und bietet eine wirklich unvergessliche Perspektive auf die Bergwelt.

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